Für besorgte Eltern & Lehrpersonen:

 

Der Online-Fragebogen vom Inselspital: coronabambini.ch

Am Ende erhalten Sie Empfehlungen, ob Ihr Kind zu Hause bleiben soll und ob ein Test nötig ist.

(Quelle: BAG)

Schulkind mit Maske (Quelle: dpa)

 

Das BAG hat eine umfassende Zusammenstellung der Themen aufgelistet, die im Zusammenhang mit Kindern, Covid-19, Isolation usw. wichtig sind > siehe nebenstehender Text >

Kinder mit Symptomen und möglicher Ansteckung

 

Gemäss aktuellen Erkenntnissen können sich Kinder ebenfalls mit dem Coronavirus anstecken. Kinder unter 12 Jahren haben im Vergleich zu Jugendlichen und Erwachsenen jedoch weniger häufig Symptome und übertragen das Virus seltener auf andere Personen. Daher gilt für Kinder unter 12 Jahren das unten aufgeführte Vorgehen. Für Kinder über 12 Jahren gelten dieselben Grundsätze wie für Jugendliche und Erwachsene.

 

Symptome nach engem Kontakt mit symptomatischer Person

Wenn Ihr Kind Symptome einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus hat unengen Kontakt mit einer symptomatischen Person (Kind über 12 Jahre oder Erwachsener) hatte, dann ist das weitere Vorgehen vom Testresultat der engen Kontaktperson abhängig:

  • Bei einem positiven Testresultat der engen Kontaktperson: Ihr Kind muss zu Hause bleiben und wird in Absprache mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt getestet. Sie erhalten von der Kinderärztin/dem Kinderarzt Informationen zum weiteren Vorgehen.
  • Bei einem negativen Testresultat der engen Kontaktperson: Ihr Kind darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr hatte oder der Husten sich deutlich gebessert hat.

Symptome ohne engen Kontakt zu symptomatischer Person

 

Wenn Ihr Kind Symptome einer möglichen Ansteckung mit dem neuen Coronavirus hat und keinen engen Kontakt mit einer symptomatischen Person (Kind über 12 Jahre oder Erwachsener) hatte, dann ist das weitere Vorgehen von den Symptomen und vom Gesundheitszustand des Kindes abhängig:

  • Ihr Kind hat leichte Erkältungssymptome (Schnupfen und/oder Halsweh und/oder leichter Husten) und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind darf die Schule oder Betreuungseinrichtung weiterhin besuchen.
  • Ihr Kind hat Fieber und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind muss zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, nachdem es 24 Stunden kein Fieber mehr hatte. Nehmen Sie Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, falls das Fieber Ihres Kindes drei Tage oder länger anhält.
  • Falls bei Ihrem Kind weitere Symptome (Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verlust von Geruchs- und/oder Geschmacksinn) auftreten, dann besprechen Sie das weitere Vorgehen mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt.
  • Ihr Kind hat starken Husten und einen guten Allgemeinzustand: Ihr Kind muss zu Hause bleiben. Es darf die Schule oder Betreuungseinrichtung erst wieder besuchen, wenn sich der Husten innerhalb von drei Tagen deutlich gebessert hat. Nehmen Sie Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, falls der starke Husten Ihres Kindes länger als drei Tage anhält.
  • Falls bei Ihrem Kind weitere Symptome (Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Verlust von Geruchs- und/oder Geschmacksinn) auftreten, dann besprechen Sie das weitere Vorgehen mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt.
  • Ihr Kind hat Fieber oder starken Husten und/oder einen schlechten Allgemeinzustand: Nehmen Sie direkt Kontakt mit der Kinderärztin/dem Kinderarzt auf, um das Vorgehen zu besprechen.

Wenn in einer Schulklasse / Betreuungsgruppe drei oder mehr Kinder Symptome haben und die kantonalen Stellen davon in Kenntnis gesetzt wurden, dann legen sie in Absprache mit den betreuenden Kinderärzten das weitere Vorgehen für die Kinder fest.

Vorgehen nach einem Test

Falls bei Ihrem Kind ein Test durchgeführt wird, dann gelten für Ihr Kind nach einem positiven Testresultat die Anweisungen im Abschnitt Vorgehen bei einem positiven Testergebnis. Bei einem negativen Testresultat darf Ihr Kind unter 12 Jahren die Schule sofort wieder besuchen. Sofern Ihr Kind Fieber hatte, muss es jedoch 24 Stunden fieberfrei sein, bevor es wieder zur Schule gehen darf. Sofern Ihr Kind starken Husten hatte, muss es jedoch eine deutliche Besserung des Hustens haben.

 

Kinder in Quarantäne

Im Dokument Anweisungen zur Quarantäne (PDF, 191 kB, 23.10.2020) finden Sie Informationen, auf was Sie achten sollten, wenn sich Ihr Kind in Quarantäne befindet.



Was ist, wenn Pandemie nicht die einzige Bedrohung bleibt?

Und wie ist das im Blick auf andere Gefährdungen ?

  • Haben Sie zum Beispiel ein Schutzkonzept gegen Unfälle bei den (leider momentan eingeschränkt möglichen) auswärtigen Aktivitäten, Ausflügen & Reisen?
  • Haben Sie ein Schutzkonzept gegen Sexuelle Belästigung & Ausbeutung?

  • Haben Sie ein Schutzkonzept gegen Gewalt, gegen Cybercrime, Sucht, Mobbing?

Gerne zeigen wir Ihnen, was der KrisenKompass-PLUS dafür bereit hält und Ihnen jederzeit Hilfestellung geben kann - oder wir kommen vorbei und bilden Ihre Lehrpersonen oder das Krisenteam aus.



Praxisbeispiel für die Anwendung des KrisenKompass-PLUS:

Leider verstarb ein Schüler an Lungenentzündung (aber nicht an der Coronavirus-Erkrankung, COVID-19).

 

Wir nehmen an, das wäre jetzt ein zusätzlicher Stressfaktor und niemand wünscht sich das. Falls Sie dennoch darüber nachdenken wollen, wie Sie in einem ähnlichen Ereignis vorgehen würden, fragen Sie sich bitte: 

  • Was bedeutet das für Ihre Schule?
  • Wie würden Sie vorgehen? 

 

Nachfolgend zeigen wir Ihnen anhand dieses konkreten Beispiels, wie Ihnen der KrisenKompass-Plus weiterhelfen kann.

 

Grundsätzlich:

  • Selbstverständlich nimmt „die Schule“ möglichst bald mit den Eltern des Verstorbenen Kontakt auf (allenfalls gibt es Geschwister in anderen Klassen, anderen Schuleinheiten)
    • Schaltet ev. eine Todesanzeige auf
    • Verfasst allenfalls einen Brief an die Eltern der Klasse – inkl. Briefbeilagen (Vorstellungen über den Tod je nach Alter / unterschiedliche Trauerreaktionen)  und
    • Informiert gegen innen - je nach Bedarf und dem internen Krisenkonzept.
  • Zudem muss entschieden werden, wie mit seinen Effekten umgegangen wird, die wohl noch in der Schule sind und wie auf die unterschiedlichen religiösen Bedürfnisse der Betroffenen Rücksicht genommen werden kann
  • Für die geplante Abschiedsfeier eigenen sich vor allem Symbolhandlungen und Rituale
  • Zudem kommt nach und nach die Verarbeitung des Erlebten

 

Schrittweises, prozesshaftes Vorgehen:

Wenn Sie als Schulleitung oder Mitglied des Krisenteams sich lieber an den vorgeschlagenen 7 Schritten zur Bewältigung orientieren wollen, steigen Sie hier ein:

  1. "Was ist passiert?" 
  2. "Wo ist es passiert?"
  3. "Wann ist es passiert?"
  4. "Wer ist «Opfer»?"
  5.  "Wer ist besonders betroffen?"
  6. "Wie verarbeiten?"
  7. "Wie den «Fall» abschliessen?"